Pistazien im Garten anbauen

Manchmal überlegen sich Gärtner, wie sie die Kosten für Lebensmittel senken und welches Obst, Gemüse oder Nüsse sie im heimischen Garten anbauen können. Es bieten sich bei den Nüssen Hasel- und Walnüsse an. Experimentierfreudige Gärtner erweiterten die Auswahl mit der Pistazie. Der Vorteil liegt klar auf der Hand. Pistazien sind gesund. Sie weisen, im Vergleich zu Walnüssen, Mandeln und Haselnüssen, weniger Kalorien auf.   
Pistazien haben zusätzlich einen positiven Effekt bei der Vorbeugung von Fettleibigkeit, einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, sind reich an Eiweiß, Ballaststoffen und enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, die eine entzündungshemmende Funktion im Körper haben. Weitere positive Effekte: Sie beugen einer Typ-2-Diabetes mellitus und den damit verbundenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.
Wer Pistazien anbauen will, braucht Geduld, denn die Pflanze sieht im Garten zwar schön aus, sie benötigt hingegen, bis sie Früchte trägt, fünf bis sieben Jahre.       


Unter welchen ­Bedingungen gelang der Anbau?           

Das Experiment gelang mit den Sorten: weibliche Vera Ejinis und die männlichen Vera Greek Pistaziensorte. Diese sind besonders für den Anbau im kontinentalen Klima geeignet. Um sie noch stabiler zu machen, wurde sie auf die robuste Unterlage einer Wildpistazie veredelt, die Frost bis –20°C verträgt und widerstandsfähig gegen Trockenheit und viele Krankheiten ist. Wer Pistazien anbaut, um Früchte zu bekommen, muss darauf achten, etwa zwei bis drei weibliche Pflanzen und in der Nähe eine männliche Pflanze zu stellen, damit eine Bestäubung gewährleistet ist.


Welche Ansprüche an Standort, ­Boden und Pflege haben sie?     

Pistazien können im Frühjahr oder im Herbst gepflanzt werden. Sie lieben einen sandigen Boden und einen sonnigen Standort in Südlage. Damit die Pflanzen, wenn sie ausgewachsen sind und Früchte tragen, genügend Entwicklungsraum haben, ist es sinnvoll, schon beim Pflanzen einen Abstand zu anderen Pflanzen von mindestens 4–5 Metern einzuplanen.      
Als Jungpflanzen benötigen sie regelmäßiges gießen. Wenn sie regelmäßig Früchte tragen, können sie sich den Gegebenheiten besser anpassen. Damit die Pistazien gut weiterwachsen, sind sie für einen Schnitt im Winter dankbar.    


Das Ergebnis des Versuchs:        

Ein freudestrahlender Gärtner berichtete, nach etwa sechs Jahren, von einem Ernteertrag von rundgerechnet zehn Kilogramm, pro Baum.    

Monika Hermeling

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