Winterjasmin braucht Halt

Dieser Kletterstrauch wächst am besten in durch­läs­siger Erde, die neutral bis stark alkalisch sein sollte; nasse und saure Böden werden nur schlecht vertragen. Bei eher kalkärmeren Böden kann man sich mit einem Trick weiterhelfen, indem man beim Pflanzen etwas Kalksandsteinschutt oder ähnlich basisches Material unter den Wurzelballen füllt. Der etwas gegen kalte Ostwinde geschützte Standort darf von sonnig bis halbschattig variieren, und der Strauch eignet sich auch hervorragend für das innerstädtische Klima.   

Der Winterjasmin gehört zu den Spreizklimmern. Er braucht ein Gerüst, andere Sträucher, Mauern oder Geländer zum Hochwachsen. Vorstellbar, aber nicht so dekorativ, ist allerdings auch ein freier Stand, an dem sich der Winterjasmin zu einem bodenaufliegenden Busch entwickelt. Gut möglich ist auch eine Verwendung zum mobilen Grün, wo er auf Terrassen und Balkonen einen praktischen Sicht- und Windschutz bildet. Im Garten passt er vorteilhaft neben andere immergrüne Gehölze, wie Kiefern und Wacholder. Zu seiner ganzen Schönheit entfaltet er sich allerdings auf Mauerkronen, von denen die dünnen Triebe verzierend herabhängen. Bindet man diese Pflanze an ein Gerüst, erreicht sie eine Höhe von über drei Metern. Ältere Sträucher verjüngt man alle paar Jahre mit einem leichten Rückschnitt nach der Blüte.   

Peter Busch